Draussen ist es grau…..

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Es gibt Menschen die bringen immer Sonne mit, egal wie das Wetter ist. Julia ist so ein Mensch, natürlich gibt es auch ernste Momente beim Fotografieren und nachdenkliche Momente, aber echte schlechte Laune kann mit ihr gar nicht aufkommen.

Aber mal zu den Gründen warum man sich als Frau Fotografieren lässt. Nun gut ich bin keine Frau aber ich habe mit einigen zusammengearbeitet um zu Wissen was der Antrieb sein kann. In der heutigen Medienlandschaft, mit Fernsehformaten wie Sylvies Dessousmodels etc., wird ein Ideal des weiblichen Körpers und eine Makellosigkeit vorgegaukelt welches viele junge Frauen dazu bewegt einen allzu kritischen Blick auf ihr eigenes Aussehen, auf ihren Körper zu werfen. Auf der anderen Seite wird der weibliche Körper immer mehr tabuisiert. Der neue Feminismus suggeriert dass, wenn man sich schick anzieht, wenn auch mal sexy aus dem Haus geht, eine Frau dies nur tut weil die männlich „dominierte“ Gesellschaft dies verlangt. Alles wofür Feministinnen in den späten Sechzigern und in den Siebzigern gekämpft haben ist nun auf einmal ein Diktat des Patriarchats. Ich bin wahrscheinlich zu alt um da noch mitzukommen.

Auf der einen Seite ist Zugang zu Pornografie so einfach wie noch nie in der Geschichte und Pornografie wird auch reichlich konsumiert, doch wenn auch nur ein Nippelabdruck unter dem T-Shirt zu sehen ist dann ist dass etwas ganz Böse. Es macht sich also eine neue Prüderie breit welche aber nun einer ganz anderen Seite kommt. Junge Frauen erzählen mir dass sie sich nicht trauen sich schick Anzuziehen in Deutschland weil alle Menschen dann blöd gucken. Wo sind wir nur gelandet? Ich verstehe unter Selbstbestimmung der Frau dass sie selber entscheiden kann was sie anzieht und wie sie sich darstellen möchte. Die Frauen heute sind stark genug dies selber zu entscheiden ohne dass man dafür selbsternannte Feministinnen braucht die den mahnenden Finger heben. Um für Frauen zu kämpfen gibt es genug andere Fronten.

Noch mal zurück zum eigentlichen Thema. Ein verantwortungsvoller Fotograf mit den nötigen handwerklichen Fähigkeiten und einer gehörigen Portion Empathie kann es einer Frau ermöglichen sich aus anderen Perspektive zu sehen, sich auszuprobieren. Der Blick von aussen kann helfen seine eigenen, oftmals negativen, Wahrnehmungen zu korrigieren, sich wieder schätzen zu lernen so wie man ist. Dies geht meist nicht in dem Fotostudio um die Ecke. Denn es braucht Zeit und ein gewisses Mass an Vertrauen, denn man blickt je eher kritisch auf sich. Doch am Ende eines Fototages kann es einen enormen Schub für das Selbstwertgefühl geben, eine neue positive Sicht auf sich und seinen Körper. Viele der Mädels mit denen ich in den letzten Jahren Fotografieren durfte haben mir von genau diesem Erlebnis erzählt. Und wenn ich nur ein winziges Bisschen zum neuen Selbstbewusstsein betragen kann dann habe ich meinen Job, so wie ich ihn lebe, richtig gemacht.

Beschliessen möchte ich diesen Beitrag mit zwei Zitaten von meiner Facebookseite aus dieser Woche. Von zwei schönen jungen Frauen die sich zum ersten mal vor eine Kamera gewagt haben.

„Ich kann das wirklich nur jeder Frau ans Herz legen. Man nimmt sich selber und den eigenen Körper ganz anders wahr.“

„Er hat mir in dieser kurzen Zeit, soviel Mut und Vertrauen in mich selbst gegeben.“

Wer es also Testen möchte darf mich gerne per E-Mail Anschreiben und wir schauen nach Konditionen und Terminen. 

Ganz zum Schluss mal wieder Musik auf die Ohren. Ich liebe ja Musik die „echt“ ist. Und einer meiner Favoriten ist „The Boss“ hier noch mit „The Big Man“, RIP Clearance.

 

In diesem Sinne, bleibt mir gewogen und allzeit gutes Licht,

euer Pixelhunter aka Ulf

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